1. Wir lieben Musik. Musik ist unerlässlich für jedermann; hier und überall!
Musik spendet Kraft, macht Mut, gibt Hoffnung. Musik drückt Gefühle aus, weckt Gefühle und beflügelt Gedanken. Musik drückt Stimmungen aus und hilft jedem Menschen auf seine Weise, mit dem eigenen Leben umzugehen. Musik stiftet Freude, tröstet im Schmerz, befreit von Frust, klagt an, bittet um Verzeihung, hilft dem Verständnis, verbindet mit Freunden und schafft neue Freunde. Musik drückt das Gemeinsame aus und hilft das Trennende zu überwinden; im Kleinen und im Großen – vom Tanz bis zur Massenbewegung. Musik gibt Generationen eine Stimme, Identität und Zuversicht und bewegt damit die Welt. Musik ist eine universale Sprache, die von allen verstanden wird. Musik ist deshalb von hohem und unersetzbarem Wert – für uns alle!
Darum sagen wir: Wir lieben Musik!
2. Wir begrüßen die moderne Zugänglichkeit von Musik. Ja zum legalen Download!
Die MP3-Technologie hat der Musik zu einer leichtgängigen, grenzenlosen Verbreitung verholfen. Die neuen Techniken senken die Zugangsschwellen zum Besitz von Musik für jedermann – das ist gut so. Heutzutage kann sich jeder seine eigene Musikbibliothek zusammenstellen. Man muss nicht ganze Alben kaufen, wenn man sich nur für einen Song interessiert – man kann die eigene Musikhörergeschichte unkompliziert archivieren und alles jederzeit bei sich tragen.
Aber: man muss fair bleiben. Die Musik fällt nicht vom Himmel, sondern wird von Musikern, Autoren, Komponisten und Produzenten geschaffen. All diese Menschen widmen der Musik ihre Zeit, ihre Arbeitskraft und oft ihr Leben. Diese Menschen müssen für ihre Arbeit bezahlt werden.
Und das geht ganz einfach: Mit wenigen Mausklicks kann man sich als User in einem elektronischen Musikladen anmelden. Man kann in die Songs kostenlos reinhören und dann einfach runterladen und bezahlen. Das sollte jeder so machen, der Musik liebt und dem Musik etwas bedeutet.
3. Wir sind aus mehreren Gründen fasziniert vom Internet als Musikplattform. Doch bitte legal!
Das Internet bringt Musiker und Musikfans näher zusammen – gerade darin sehen wir einen bahnbrechenden Vorteil. Das Internet bietet besonders neuen Musikern riesige Chancen, sich in der jeweils eigenen Szene vorzustellen und damit als Tipp weitergetragen und nachgefragt zu werden – es gibt kein genialeres Umfeld für das, was man im Fachjargon „Nischenmarketing“ nennt. Das Internet kann damit helfen, die Vielfalt in der Musik zu erhalten und das ist besonders gut in einer Zeit, in der die Vermarktungsfähigkeit auch in der Musik zu dem alles entscheidenden Kriterium zu werden droht.
Aber: Das funktioniert nur, wenn die Musikhörer zahlen. Allein davon, dass Menschen von einem bestimmten Musiker begeistert sind und dessen Songs als Datei rund um die Welt schicken, kann kein Musiker leben. Gerade diejenigen, die Musik lieben, sollten das verstehen und beherzigen – oder?!
Musik kann auf dem Weg von der abgeschlossenen Produktion bis zum Hörer preiswerter werden – die Musikindustrie sollte die Kostenersparnis an die Fans weitergeben; da stimmen wir zu!
Aber: Wir haben gleichzeitig Verständnis dafür, wenn die Musikindustrie sagt: „Kostenvorteile können wir an die Kunden nur dann weitergeben, wenn die Kunden für die Musik zahlen“.
4. Wir verstehen zu einem gewissen Grad die Haltung vieler Filesharer. Aber jetzt ist es genug!
Natürlich kann man sagen, dass es nicht zu diesem dramatischen Verfall des Musikmarktes gekommen wäre, hätte es gleich zu Beginn der ersten Napster-Tauschbörse legale elektronische Downloadangebote von der Musikindustrie gegeben. Ja, es ist richtig, dass die Musikindustrie viel Zeit benötigt hat, um zu verstehen, was am Markt geschah. Der Quantensprung von Vinyl zur CD war noch immer nicht verdaut, da hatte man sich bereits mit der MP3-Technologie auseinanderzusetzen. Sicher, das hat Teile der Musikindustrie stark gefordert und sicherlich auch überfordert. Und: sicher hat der Umstand, dass das technologisch fortschrittlichste Angebot der Musikbeschaffung eine zeitlang nur illegal nutzbar war, die Subkultur der Tauschbörsen beflügelt und deren Verbreitung begünstigt. Das ist (leider) so.
Aber: Was sagt das? Das berechtigt doch nicht dazu, eine zeitweilig bestehende Vertriebsschwäche der Musikindustrie dauerhaft zu deren und zum Schaden all der Kreativen weiter auszunutzen. Es ist doch längst jedem klar, dass das illegale Filesharing Diebstahl am geistigen und kreativen Eigentum anderer ist. Gleichzeitig ist auch klar, dass diese Lücke inzwischen lange geschlossen ist und niemand daran gehindert wird, Musik aus dem Internet legal zu kaufen.
Apple iTunes
Musicload
Napster
5. Wir werben für einen respektvollen Umgang mit den Kulturschaffenden. Dies verlangt nach einer Ächtung vom illegalen Filesharing!
Das illegale Filesharing steht am Anfang des Konflikts, um den es hier und uns geht. Weil nach Schätzungen des Weltphonoverbands, International Federation of Phonographic Industry (IFPI) allein im Jahre 2008 40 Milliarden Songfiles weltweit illegal aus dem Internet runtergeladen wurden, werden tausende von Betroffenen aus der Musikszene um ihre wirtschaftliche Lebensgrundlage geprellt, weil immer weniger Menschen die Musik kaufen, sondern – so muss man es nennen – sich über Tauschbörsen illegal aneignen, d.h. stehlen. Weil das so ist und nicht weniger wird, werden immer mehr Künstler und Produzenten wach und beginnen sich nicht nur mit Appellen an die Vernunft der Musikfans, sondern mit Rechtsmitteln zu wehren. Diese Zurwehrsetzung bringt Unternehmen wie das unsere ins Spiel. Wir vertreten diejenigen, die mit ansehen müssen, dass ihr geistiges Eigentum im Internet rechtswidrig zum Download angeboten wird.
Wir beobachten das Internet und stellen fest, wann über welchen Internetanschluss ein geschütztes Album illegal verbreitet wird und dagegen gehen wir vor, indem wir die Regelverletzer abmahnen. Dies alles geschieht auf dem Boden einer belastbaren Rechtsgrundlage, die der bundesdeutsche Gesetzgeber in Anlehnung an entsprechende Regelungen auf europäischer Ebene schuf, um sicherzustellen, dass auch in Zeiten des Internets das geistige Eigentum geschützt bleibt.
Die regelverletzenden Filesharer, die sich in Foren, Blogs und Chatrooms austauschen und uns in bester Verschwörungstheorie unterstellen, wir würden die Tauschbörsen nutzen, um daraus ein Geschäft des Abmahnens zu machen, irren. Der Irrtum ist offensichtlich und verdient im Grunde nur zwei Hinweise:
1. Die Argumentation basiert auf der Umkehrung von Ursache und Wirkung, damit sich die „Täter“ selbst zu „Opfern“ machen können.
2. In der Logik der Kritiker könnten diese selbst uns die „Geschäftsgrundlage“ ganz schnell dadurch entziehen, dass diese das illegale Filesharing unterlassen.
Denn wenn es das illegale Filesharing nicht gibt, dann gibt es für uns auch kein „Geschäft“ mehr. So einfach ist das.
Denn: Respektvoller Umgang gegenüber Kulturschaffenden bedeutet nichts anderes als das, was jeder Mensch – auch regelverletzende Filesharer - für sich in Anspruch nimmt: Jeder will und soll für seine Leistung bezahlt werden!
Unser Fazit:
Wer Musik liebt, der gibt dem Gedanken eine Chance, für seine Musik ganz einfach zu bezahlen.